2.
Österreichische Staatsmeisterschaft 2010 in Lavant
Die wunderschöne
Landschaft rund um das Örtchen Lavant in Tirol war
dieses Jahr der Austragungsort der Österreichischen Staatsmeisterschaft der
Senioren und der Österreichischen Meisterschaft der Junioren im
Orientierungsreiten. Der Bewerb wurde auf der perfekt organisierten und
wunderschön dekorierten Anlage des Reitclubs Pegasus-Lavant
ausgetragen.
Heuer fand
erstmals am Donnerstag, den Abend vor
der POR eine Startnummernverlosung statt. Für die Teilnehmer wurde das als sehr
spannend und außergewöhnlich empfunden.
Am Freitag startete
bereits die POR um 6:00 Uhr morgens. Der
gesamte Ritt führte durch das wunderschöne Drautal. Somit blieben den Reitern
Kletterpartien in die angrenzenden Berge erspart. Die Streckenführung war auch
ohne massive Höhenanstiege anspruchsvoll, denn der Veranstalter machte sich die
Mühe und legte 8 verschiedene Strecken. Dies hatte den Vorteil, dass „ein
Anhängen“ bei einem anderen Reiter sofort mit Minuspunkten beim nächsten
Kontrollpunkt bestraft wurde.
Einer
Staatsmeisterschaft würdig wurden in die Strecke auch Koordinatenaufgaben
eingebaut, welche die Genauigkeit der Reiter erforderte. So musste der Reiter
beispielsweise entscheiden ob sein Punkt nun auf der südlichen oder nördlichen
Seite des Flusses der Richtige sei. Die Zwickzangen zur Überprüfung ob der
Reiter auch wirklich bei dem Punkt war, waren auf beiden Seiten des Flusses
angebracht, was so manchen Reiter zum Schwitzen brachte.
Der letzte Punkt der
Koordinatenaufgabe wurde mit einer Mittagspause für Pferd und Reiter belohnt.
Nach einer kurzen
Verschnaufpause ging es wieder mit Karte und Kompass, sehr hohen
Außentemperaturen und mit Tempo 9 weiter.
Den vorletzten Teil
der Strecke mussten die Reiter nur anhand der Marschzahlen, sprich Grad und
Meter bewältigen. Dabei führte die Route sogar durch sumpfähnliches Gebiet, das
den einen oder anderen Teilnehmer Schwierigkeiten bereitete.
Die Marschzahlen
bewältigt, führte nun der letzte Teil der Strecke durch einen Steinbruch und
militärisches Gelände ins Ziel.
Nach dem Zieleinlauf waren alle Teilnehmer
überglücklich, diese anspruchsvolle und lange Strecke bei den herrschenden
Temperaturen erfolgreich bewältigt zu haben.
Am Abend stellte sich schlussendlich heraus,
dass bei den Senioren Katharina Povacz und bei den
Junioren Günther Zeinhofer am besten mit der Strecke zurecht gekommen sind. Beide führten mit einem
Respektabstand vor ihren Konkurrenten. Auf den hinteren Plätzen regierte ein
regelrechter Punktenahkampf. Diejenigen wussten, dass sie bei MA und PTV am
nächsten Tag fit sein müssen.
Am Samstag wurden bei strahlendem
Sonnenschein und interessiertem Publikum die MA und PTV abgehalten.
Mit souveränen 53 Punkten in der MA konnte
Günther Zeinhofer (Junioren) seine Führung sogar noch
ausbauen. Katharina Povacz (Senioren)blieb ebenfalls
in Führung.
Der letzte Teilbewerb, die PTV, bestand aus
folgenden Hindernissen: Furt, Rückwärtsrichten, Wegpassage (Hecke & Baum),
Unbeweglichkeit, Aufsprung an der Hand, Labyrinth, Aufsitzen von rechts,
Graben, Tiefsprung, Hecke, Tor, Hängende Äste (seitlich & oben mit echten
Zweigen), Stiege, Slalom (Einstieg schwierig, da bergab), Hänger und Gang
(schwieriger Einstieg) und wurde bei den Senioren von Günther Wolf mit 142
Punkten am besten bewältigt. Bei den Junioren siegte Alexandra Trudenberger mit 140 Punkten. Die PTV war mit der Bemessung
der Zeit sehr anspruchsvoll. Nur wenige schafften es in der Idealzeit.
Doch auch in diesem Teilbewerb konnten
Katharina Povacz und Günther Zeinhofer
ihre Leistung unter Beweis stellen.
Neue Österreichische Senioren
Staatsmeisterin 2010 im Orientierungsreiten wurde Katharina Povacz
und neuer Österreichischer Junioren Meister 2010 im Orientierungsreiten wurde
Günther Zeinhofer.
Die übliche „Taufe“ nach der Siegerehrung
bedeutete bei den herrschenden Temperaturen nur Spaß.
Noch zu erwähnen ist, dass auch Italiener in
Lavant starteten und somit unsere einzigen
ausländischen Teilnehmer waren.
Alle Reiter konnten diesen äußerst schweren
Bewerb beenden und verdienen sportlichen Respekt.
Unser aller Dank gilt dem Veranstalter, den
fleißigen Helfern, allen Richtern sowie den Begleitpersonen und den Köchen, die
den Reitern sogar Sonderwünsche prompt und liebevoll erfüllten.